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Zukunftspreis Handel 2015 verliehen

20. Mai 2015

Der Supermarkt EDEKA Ueltzhöfer in Heilbronn, die Buchhandlungen Greuter in Singen sowie das Elektrofachgeschäft Euronics XXL in Tettnang erhalten heute den Zukunftspreis Handel Baden-Württemberg. Der Sonderpreis der Jury geht an die BONUS-Märkte in Stuttgart.

Überreicht werden die Preise von Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid MdL sowie von den Präsidenten Peter Schneider MdL (Sparkassenverband Baden-Württemberg) und Horst Lenk (Handels-verband Baden-Württemberg) im Rahmen des Handelsforums in Stuttgart.

Die mittelständischen Unternehmen haben die mit Handels- und Wirtschaftsexperten besetzte Jury durch ihre richtungsweisenden Konzepte und Strategien in den Bereichen „Klares Unternehmensprofil, konsequente Kundenorientierung und offene Mitarbeiterorientierung sowie nachhaltiges Handeln" überzeugt. An ihrem jeweiligen Standort gelten die prämierten Einzelhandelsgeschäfte mit ihren engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern an der Spitze als beispielhaft für einen serviceorientierten, für die Zukunft gerüsteten Facheinzelhandel. Als Preis erhalten die drei ausgezeichneten Fachhändler eine Plastik (den „Weltenfahrer") des baden-württembergischen Künstlers Daniel Wagenblast sowie einen Imagefilm ihres Unternehmens, die BONUS-Märkte einen Sonderpreis.

„Das Motto des Zukunftspreises Handel 'Von den Besten lernen' zeigt den hohen Anspruch der Jury, die Leuchttürme der Branche auszuzeichnen. Der Jury ist die Auswahl in diesem Jahr wegen der vielen hervorragenden Bewerbungen besonders schwer gefallen", sagte Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid.
Dabei seien die Herausforderungen für den Fachhandel in den letzten Jahren nicht nur durch den Boom des Online-Handels weiter gewachsen. Auch der demografische Wandel und die sich ändernden Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft erforderten neue Konzepte und Ideen - wie zum Beispiel bei der Fachkräftesicherung oder der baulichen Gestaltung von Ladengeschäften.
„Das Land unterstützt die Händler bei der Bewältigung dieser Herausforderungen tatkräftig: Mit der Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung, den zahlreichen Programme der L-Bank, der Bürgschaftsbank zur Unternehmensfinanzierung, der Förderung der Betriebsberatung und mit dem neuen Gesetz zur Förderung der Quartiersentwicklung. Wichtig sind dafür auch die Programme der städtebaulichen Erneuerung, die ganz erheblich zur Attraktivitätssteigerung der Innenstädte als Handelsstandorte beitragen", so Schmid.
Die Jubiläums-Preisverleihung – der Preis wird in 2015 zum 10. Mal verliehen - ist der Höhepunkt des Handelsforums, das Sparkassenverband und Handelsverband in diesem Jahr bereits zum 25. Mal gemeinsam veranstalten. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung mit über 260 Teilnehmern steht das topaktuelle Thema „Vernetzt verkaufen – Überlebensstrategien des Facheinzelhandels im Onlinezeitalter".

Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, Peter Schneider, wies in seiner Rede auf die Bedeutung des Tagungsthemas für Sparkassen und Handel gleichermaßen hin: „Nach allen Untersuchungen sind die Sparkassen die stärkste Marke in der Finanzwirtschaft. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir allerdings einiges tun. Wichtigster Markenkern sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Trotz vieler Dienstleistungen, die mobil übers Internet erledigt werden können, bleibt die Präsenz in der Fläche für Sparkassen wichtig. Eine ausführliche Beratung ist im persönlichen Gespräch immer angenehmer als via Live-Chat oder facebook-Kontakt. Hier sind die Stärken der gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sparkassen – genauso wie bei vielen Einzelhändlern vor Ort."

Gleichzeitig unterstrich Schneider die enge Zusammenarbeit der Sparkassen mit dem Handel: „Aktuell haben die Sparkassen allein in Baden-Württemberg an Unternehmen aus dem Handel über 5 Milliarden Euro an Krediten ausgelegt. Vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen brauchen einen verlässlichen Finanzpartner, um erfolgreich im Wettbewerb bestehen zu können. Diese müssen nicht nur vor Ort präsent sein, sondern auch das notwendige Know-how mitbringen. Beides gilt für Sparkassen", so Schneider. „Diese Unterstützung wird weitergehen - Die Sparkassen bleiben zuverlässige Partner des Handels."

Handelsverbands-Präsident Horst Lenk sagte in Stuttgart: „Nicht jeder Unternehmer mit Ladengeschäft wird Online-Händler werden können und müssen, aber alle müssen sich aktiv mit diesem Trend auseinander setzen, denn 'Handel ist Wandel´." Wer sich vor diesem Hintergrund mit seinem eigenen Geschäftskonzept intensiv auseinandersetzt und für eine neue Kundenansprache offen ist – für den bietet die Digitalisierung enorme Chancen. Hinzu kommen fast täglich neue Geschäftsmodelle von Händlern auf den Markt, die On- und Offline-Services sinnvoll kombinieren. Dies greife den aktuellen Trend bei den Kundenwünschen auf.

Der Marktanteil des Onlinehandels ist zwischen 2009 und 2015 von 5,2 auf 9,4 Prozent gewachsen. Im vergangenen Jahr erwirtschafteten Internetanbieter knapp 44 Milliarden €, 2015 werden die Online-Umsätze um etwa 12% steigen. Experten rechnen damit, dass sich der Umsatz bis 2020 verdoppelt – teilweise auf Kosten der stationären Geschäfte in den Städten und Gemeinden. „Händler brauchen deshalb, ebenso wie Kommunen, frische Ideen, Mut und Tatkraft."

Die Preisträger des Zukunftspreises seien dafür leuchtende Beispiele, denn sie zeichnen sich durch Flexibilität, Wandlungsfähigkeit sowie Innovationskraft und damit echte Zukunftsfähigkeit aus. Der Preis steht darüber hinaus für eine Unternehmenskultur, bei der das Wohl und die Zufriedenheit der Mitarbeiter eine tragende Säule des Unternehmens darstellen und auch der Nachhaltigkeitsgedanke entsprechende Berücksichtigung findet. „Der größte Vorteil gegenüber dem Onlinewettbewerb ist und bleibt der persönliche Service, der Event-Charakter des Shoppings sowie die Möglichkeit, den Einkauf mit kulinarischen Genüssen und anderen Freizeitaktivitäten zu verbinden", betonte Lenk. Diese Stärken mit modernen digitalen Angeboten zu verbinden, ist die Herausforderung. „Der Schlüssel zur Zukunft des Handels ist aus seiner Sicht eine gezielte Vernetzung aller Vertriebskanäle. Läden werden Teil einer Kommunikation sein, die Offline und Online integriert."

Bilder von der Verleihung des Zukunftspreises erhalten Sie auf Anfrage bei:
Frau Friedrich, Handelsverband, Telefon 0711/64864-48, Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Anhang: Firmenporträts der Sieger Zukunftspreis Handel Baden-Württemberg 2015

Mehr Informationen zum Zukunftspreis finiden Sie unter www.sv-bw.de

 

 

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