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Einzelhändler vor Weihnachtsgeschäft – Handelsverband Baden-Württemberg dämpft Hoffnung auf Rekordumsätze

29. November 2017

Die Einzelhändler in Baden-Württemberg starten bestens vorbereitet und voller Tatkraft ins diesjährige Weihnachtsgeschäft. „Einkaufen gehen muss ein Erlebnis sein, besonders zu Weihnachten“, sagt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. „Die Händler strengen sich zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft besonders an, die Kunden in die Innenstädte und Läden zu locken, darauf freue ich mich“, so Hagmann weiter. Sie warnt jedoch vor überzogenen Umsatz-Erwartungen für Baden-Württemberg. „Wir hoffen auf ein Umsatz-Plus von 2,5 Prozent in November und Dezember gegenüber dem Vorjahr. Aber mehr wird nicht drin sein“, so Hagmann. Der Handelsverband Deutschland prognostiziert ein Umsatzplus von drei Prozent für den Handel in ganz Deutschland.

Die Konsumstimmung zur Weihnachtszeit bewertet der Handelsverband Baden-Württemberg grundsätzlich positiv. Gute Rahmenbedingungen wie hohe Erwerbstätigkeit, steigende Einkommen, geringe Sparquote und niedriges Zinsniveau lassen die Kauflaune bei den Kunden steigen – auch in Baden-Württemberg“, sagt Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg. Deshalb sei ein Umsatzplus bei den Händlern im Land von 2,5 Prozent in den Monaten November und Dezember gegenüber dem Vorjahreszeitraum durchaus machbar, so Hagmann weiter.

Der Handelsverband Deutschland in Berlin sagt für November und Dezember ein Plus von drei Prozent voraus – für die Händler in ganz Deutschland. „Diese Zahl liegt für uns in Baden-Württemberg leider außerhalb der Reichweite.“

Über die Gründe für die unterschiedliche Umsatzentwicklung kann Hagmann nur spekulieren. „Belastungen im Mittelstand sowie Bürokratiekosten und drohende Fahrverbote hemmen den Handel mehr als wir alle glauben“, sagt Hagmann, „doch diese Probleme betreffen auch andere Händler außerhalb Baden-Württemberg, das will ich ehrlich zugeben.“

Sie nimmt aber Städte, Kommunen und auch die Politik in die Pflicht. Aufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung des Online-Handels würden Umsätze im stationären Handel zurückgehen, Innenstädte an Attraktivität verlieren und die Kundenfrequenz absinken. Dieser Trend werde bald auch andere Wirtschaftsbranchen betreffen, so Hagmann. „Hierfür wünschen wir uns eine intensive Unterstützung des stationären Handels durch Städte, Kommunen, aber auch durch die Politik.“

Stark nachfragt vom stationären Handel wird beim Handelsverband Baden-Württemberg derzeit die Unterstützung in Sachen Digitalisierung. Verbandspräsident Hermann Hutter, der seit etwa einem Jahr im Amt ist, sieht das Thema als eine der zentralen Aufgaben seiner Präsidentschaft. Die hier bestehenden Serviceangebote des Handelsverbands wie die Onlineplattform www.handel-scout.de, die innovative Online-Lernakademie www.handel-scout-akademie.de für die Branche oder die vom Land geförderte Unterstützung durch Digitallotsen des HBW will Hutter weiter ausbauen. „Nur so können wir die Stärken des stationären Handels wie persönliche Beratungs- und Dienstleistungskompetenz und Shopping-Erlebnis stärken“, sagt er.

Anlässlich der jährlichen Fachkonferenz des Handelsverbands Baden-Württemberg dieser Tage in Stuttgart hatte Hutter gesagt: „Die allumfassende Digitalisierung der Gesellschaft beschert dem Handel eine nie da gewesene Herausforderung, und es bedarf ganz ohne Zweifel echter und authentischer Macher, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

Wer die Erosion des klassischen Einzelhandels nicht nur beklagen will, der braucht frische Ideen, der braucht Mut und Tatkraft.“

 

Kontakt: Hilmar Pfister, Pressesprecher, Telefon 0711 6 48 64 46, Mobil 0160 7 45 55 15,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Handelsverband Baden-Württemberg vertritt die politischen Interessen von über 40.000 Handelsunternehmen in Baden-Württemberg. Der Handel stellt den drittgrößten Wirtschaftszweig dar mit 500.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, ca. 18.000 Auszubildenden und einem Umsatz von ca. 90 Mrd. Euro. Der Verband bietet zudem mit der Dienstleistungsplattform www.handel-scout.de eine Art „Wikipedia“ für den Handel an, welche angereichert mit Partnern aus den einzelnen Dienstleistungsbereichen und deren Wissen, für einzelne Bereiche Lösungen darlegen. Das daran angegliederte Weiterbildungsangebot www.handel-scout-akademie.de setzt sich aus zwei Bausteinen zusammen: Präsenzschulungen und ELearning.

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