Heiße Phase beim Geschenke-Kauf
Der Einzelhandel im Land rüstet sich für den großen vorweihnachtlichen Ansturm: „In den kommenden zwei Wochen vor Heiligabend kaufen die meisten Kunden ihre Geschenke ein“, sagte Horst Lenk, Präsident des Handelsverbands Baden-Württemberg (EHV), am Freitag in Stuttgart. Der erste Höhepunkt für den Geschenke-Kauf ist dabei erfahrungsgemäß der morgige dritte Adventssamstag.
Schon in den vergangenen Wochen haben zahlreiche Kunden für gefüllte Gabentische vorgesorgt: Die beiden ersten Adventswochen liefen für viele Geschäfte zufriedenstellend. Allerdings gab es auch Unternehmen, die sich deutlich mehr erhofft hatten, wie die Trendumfragen des Handelsverbands am 1. und 2. Adventssamstag ergaben.
Insbesondere das für die Jahreszeit zu warme Wetter ließ noch nicht überall die richtige Weihnachtsstimmung aufkommen. So wartet der Modehandel noch auf klingende Kassen. Die Mehrzahl der Geschäfte dieser Branche konnte die Vorjahresumsätze nicht erreichen. Dabei steht Kleidung bei den Weihnachtswünschen seit Jahren mit ganz oben auf der Wunschliste.
Zufrieden waren in den letzten Tagen die Anbieter von Spielwaren, Büchern, Haus- und Küchenartikeln sowie Uhren und Schmuck. „Die guten Umsätze in den hochwertigen Segmenten aller Branchen deuten darauf hin, dass die Kunden Geld ausgeben wollen und können. Insofern schlägt sich die viel beschriebene Krisenstimmung und Rezessionsangst bei den Verbrauchern nicht nieder“, so Präsident Horst Lenk, der ein Modefachgeschäft in Pforzheim betreibt.
Auch die Rahmenbedingungen stimmen nach seiner Aussage optimistisch für ein gutes Weihnachtsgeschäft 2011: „Die meisten Unternehmen haben ihren Mitarbeitern Weihnachtsgeld gezahlt, die Beschäftigungssituation ist gut wie nie und die Menschen freuen sich auf das Fest, zu dem Geschenke dazugehören.“
Tendenziell kaufen die Kunden ihre Geschenke immer später - also erst kurz vor dem Fest - ein. Dies zeigt sich gerade auch in diesem Jahr. Da die Einstimmung auf die festliche Weihnachtsstimmung durch nasskaltes Winterwetter fast ganz ausblieb, setzten die Weihnachtskäufe sehr spät ein. Vor allem unter der Woche sei die Frequenz noch unterdurchschnittlich, berichten viele Händler. Deshalb werden die beiden noch verbleibenden Wochen die entscheidenden für die meisten Geschäfte sein. „Man sollte gleich die kommenden Tage zum Geschenke-Einkauf nutzen und nicht bis kurz vor Heiligabend warten. Je früher, desto entspannter ist es in den Läden – für die Kunden ebenso wie für die Mitarbeiter in den Handelsunternehmen“, betont die Verbands-Chefin Sabine Hagmann.
Wachsende Online-Umsätze sowie der anhaltende Trend zu Geldgeschenken sind Themen, die den Umsatz vieler Einzelhandelsgeschäfte vor dem Fest schmälern, ergänzt die Handelsexpertin. Allerdings sorgen die Gutschein- und Geldgeschenke, die nach Verbandsschätzung mittlerweile gut 20 Prozent des Geschenkevolumens ausmachen, dann auch nach Weihnachten wieder für volle Innenstädte.
Weitere Informationen sowie Grafiken zum Weihnachtsgeschäft finden Sie im Internet unter www.einzelhandel.de
Information zu Heiligabend: Am Samstag, den 24. Dezember, dürfen die Geschäfte im Land gesetzlich bis 14 Uhr geöffnet haben.


