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Wirtschaftsmedaille für Horst Lenk

Horst Lenk, Präsident des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg (EHV) und Vizepräsident der IHK Nordschwarzwald sowie des Handelsverbandes Deutschland HDE, hat heute die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten.

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister überreichte die Medaille an den Pforzheimer Modeeinzelhändler als Anerkennung für seine herausragenden unternehmerischen Leistungen. Pfister hob Lenk als erfolgreichen Inhaber eines mittelständischen Modehauses in der Pforzheimer Innenstadt und sein besonderes Engagement als Präsident des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg und Vizepräsident der IHK Nordschwarzwald hervor. Lenk steht seit 2007 an der Spitze des Arbeitgeberverbands des drittgrößten Wirtschaftszweigs im Land. Der Einzelhandel im Land steht für über 50.000 Unternehmen mit rund 250.000 Beschäftigten. Im Handelsverband Deutschalnd HDE vertritt Lenk als Vizepräsident die Interessen des baden-württembergischen Einzelhandels sowohl auf der Bundes- wie auf der europäischen Ebene.

Die Verdienste Lenks in seiner Heimatstadt Pforzheim, in der Region Nordschwarzwald, im Land Baden-Württemberg sowie auf Bundesebene würdigten Pforzheims Oberbürgermeister Gert Hager, Burkhard Thost, Präsident der IHK Nordschwarzwald, EHV-Hauptgeschäftsführerin Sabine Hagmann sowie Michael Krines, Vizepräsident des Handelsverbands Deutschland HDE, in ihren Grußworten.

HDE-Vizepräsident Michael Krines überreichte Horst Lenk die HDE-Medaille in Gold, die höchste Auszeichnung, die die Handelsverbandsorganisation HDE in Deutschland zu vergeben hat. Durch seine Persönlichkeit, sein fachliches Wissen und sein Engagement als selbständiger Unternehmer und als Vizepräsident des HDE habe er seit 2006 bereits viele Akzente in der Öffentlichkeit und in der Politik - selbst im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel - gesetzt.

Oberbürgermeister Gert Hager bezeichnete Horst Lenk als "eine engagierte Persönlichkeit, die über den Tellerrand hinausblickt". Es sei bemerkenswert, dass er sich nicht nur auf die Führung eines herausragenden Einzelhandels-Fachgeschäftes konzentriere - allein das wäre schon Belastung genug - sondern sich darüber hinaus für den gesamten Einzelhandel in Pforzheim sowie auf Landes- und Bundesebene einsetze.

Horst Lenk, der vor wenigen Wochen seinen 70. Geburtstag feiern konnte, blickt auf eine über 50-jährige Tätigkeit im Modefachhandel zurück. Nach der Lehre zum Einzelhandelskaufmann und dem Studium an der Lehranstalt des Deutschen Textileinzelhandels in Nagold (LDT) trat er 1962 in die väterliche Textilgroßhandlung Willi Lenk in Pforzheim ein und gründete nur zwei Jahre später seine eigene Firma. Seit 1966 betreibt er ein Einzelhandelsgeschäft unter seinem Namen, 1989 zog der überzeugte Verfechter eines innerstädtischen Handels damit in die Pforzheimer Fußgängerzone.

Engagierter Verfechter innerstädtischer Interessen

Horst Lenk widmet sich seit Jahrzehnten auch in hervorragender Weise den Anliegen und Problemen seiner Unternehmerkollegen. Angesichts der immer größer werdenden Einzelhandelsflächen in peripheren Lagen - insbesondere mit zentrenrelevanten Sortimenten - liegt ihm das Thema "Stadtentwicklung" besonders am Herzen. Es gelang ihm im Laufe der Jahre, die Stadtverwaltung und die kommunalpolitischen Gremien - zunächst in Pforzheim, später auch andernorts - für die direkte Abhängigkeit von nachhaltiger Innenstadtentwicklung und geordneter Einzelhandelspolitik zu sensibilisieren. Gleichzeitig setzte er sich stets dafür ein, dass die wirtschaftlichen Akteure am Ort, insbesondere der Einzelhandel selbst, der drohenden Verödung von Innenstädten etwas entgegensetzen müssen.

In jahrelangen Verhandlungen und Gesprächen mit Politik und Wirtschaft gelang es ihm Anfang 2001, in Pforzheim gemeinsam mit Partnern ein funktionierendes und lebendiges Citymarketing zu etablieren. Dieses wurde im Jahr 2007 mit dem "Stadtmarketingpreis Baden-Württemberg" ausgezeichnet.

Lenks Anliegen, wonach die Städte im Sinne des Einzelhandelserlasses Baden-Württemberg nur durch eine geordnete Ansiedlungs- und Einzelhandelspolitik einem Trading-Down der Innenstädte begegnen können, sein Eintreten für Zentren- und Märktekonzepte und planungs- sowie investitionssichernde Rahmenbedingungen machen ihn über die Grenzen Pforzheims hinaus zu einem gefragten weil authentischen Handelsexperten. Hinzu kommt, dass er aus tiefster Überzeugung und mit eignem Vorbildcharakter stets dafür eintritt, dass der Handel sich öffentlichkeitswirksam profilieren und Eigeninitiative entwickeln muss.

Gefragter und kompetenter Gesprächspartner für Politik und Öffentlichkeit

Gefragt ist der mittelständische Unternehmer Horst Lenk vor allem auch als Gesprächspartner für die Politik in Land und Bund bei Themen wie einer gerechten Steuerpolitik und mittelstandsfreundlichen Rahmenbedingungen. Dank seiner konstruktiven und verbindlichen - in der Sache jedoch immer vehementen Verhandlungsart hat der Einzelhandel in den letzten Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung an Profil und Gewicht gewonnen.

Lenk versteht sich selbst vor allem als Familienunternehmer: Zusammen mit seiner Ehefrau, die wie er täglich im Geschäft Kundenkontakte pflegt, kauft er seine Ware selbst ein und frequentiert alle wichtigen Modemessen Europas. Durch eine Unternehmensstrategie, deren Kernpunkte neben dem Mode-Know-How die konsequente Kundenorientierung sowie eine optimale Mitarbeitermotivation sind, zählt das Modehaus Lenk heute zu den gefragtesten Adressen der Region Norschwarzwald in Sachen Mode.

Auch das wichtige Thema der Betriebsnachfolge ist Horst Lenk frühzeitig angegangen. Eine Tochter ist in der Mode Lenk GmbH fest integriert, die andere Tochter ist ebenfalls im Modebereich tätig.

An dem Empfang aus Anlass der hohen Ehrung von Horst Lenk in Pforzheim nahmen rund 150 Ehrengäste, Weggefährten und Kollegen Lenks aus Politik und Wirtschaft teil.

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